Das Buch "Cyberheart - Maschine mit Herz" vom Fantasy Autor C. O. Hagen

Cyberheart

Maschine mit Herz

Eine Androidin auf der Flucht, ihr Antrieb: unklar. Stellt sie eine Gefahr für die Menschheit da – oder ist sie ihre Rettung?

Die hoch entwickelte Androidin Andra verschwindet aus dem Labor in Köln. Auf ihrer Flucht rettet sie den vom Pech gebeutelten 20 jährigen Zach vor einer Straßengang und nistet sich kurzerhand bei ihm ein. Die beiden werden Freunde, ohne dass Zach ahnt, dass Andra eine Maschine ist.

Während die Androidin Zachs Leben durcheinanderwirbelt, fahndet ihr Entwicklungslabor nach ihr. Ihre Fähigkeiten sind gefährlich. Wie konnte sie verschwinden? Andras hochkomplexes System ist hackersicher. Handelt es sich um eine Manipulation – vielleicht sogar durch einen ihrer eigenen Erschaffer? Oder hat sich Andra selbst weiterentwickelt und ist inzwischen mehr als die Summe ihrer Teile?

»Cyberheart – Maschine mit Herz« ist ein Science-Fiction-Kurzroman über Freundschaft, Intrigen und dem Einstehen für sich selbst.

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Erschienen Umfang Lesealter Erschienen bei Erhältlich als
5. Oktober 2026 132 Seiten
ca. 1 MB
Ab 14 Jahren Tredition Gebundenes Buch
Taschenbuch
Ebook

Leseprobe:

Routiniert drehte der Wachmann seine Runde durch
die endlos dunklen Korridore, die nur vom Lichtschein
seiner Taschenlampe erhellt wurden. Ab und
an warf er einen kurzen Blick durch die Türfenster
verlassener Labore, ob in den mit Geräten vollgestopften
Räumen auch alles seine Ordnung hatte.
Vor einem Labor jedoch blieb er ein wenig länger
stehen. In der Mitte stand eine schräg gestellte Liege,
von der Tür abgewandt und mit einer Plane bedeckt.
Seit dieses Ding vor ein paar Monaten aufgetaucht war,
bekam er bei dessen Anblick immer ein mulmiges Gefühl.
Er war sich sicher, es lag nicht nur daran, dass er
zu viele billige Filme sähe, wie seine Kollegen meinten.
Kaum war er weg, begann sich etwas, unter der
Plane zu regen. Mit einem Ruck zog es sie herunter,
stand auf und ging zur Tür.
Nichtsahnend zog sich der Wachmann an einem
Automaten einen Becher Kaffee und sah zum
Korridorfenster raus. Es war eine von diesen Großstadt-
Sommernächten, in der Lichter und karibische
Wärme einluden, um die Häuser zu ziehen.
Er wollte gerade einen Schluck nehmen, da krachte
es hinter ihm. Vor Schreck schüttete er sich die
heiße Brühe über seine Uniform.
Schlagartig hellwach wirbelte er herum. Im Licht
seiner Taschenlampe sah er eine Frau im weißen Overall,
die sich zum Schutz vor dem grellen Licht den
Arm vors Gesicht hielt. Neben ihr stand die ramponierte,
massive Labortür sperrangelweit offen. Blitzschnell
verschwand die Frau im finsteren Korridor.
Völlig verblüfft sah der Wachmann ihr nach, er
wusste nicht recht, ob das gerade wirklich passiert
war oder ob er sich das eingebildet hatte. Für alle
Fälle erstattete er lieber Meldung.
Zunächst glaubten ihm seine Kollegen im Kontrollraum
nicht, bis sie auf ihren Überwachungsmonitoren
die zerstörte Tür sahen und Alarm gaben.
Fieberhaft suchten sie nach dem Eindringling und
schalteten hektisch die Kameras durch. Doch nirgends
auch nur eine Spur von der Frau. Da fiel ihnen auf, dass
Aufzug Nummer zwei sich bewegte. Sofort schalteten
sie auf dessen Kamera, doch auf dem Schirm erschien
nur »Kein Signal«.
Mit Waffen im Anschlag erwarteten vier Wachmänner
den Aufzug in der Lobby. Als die Türen auseinanderglitten,
machten sich die Männer auf alles gefasst,
jedoch war niemand darin.
Völlig verwundert starrten die Wachen in die leere
Kabine. Zwei von ihnen wagten sich vor, aber sie
fanden nur die zerstörte Überwachungskamera in der
oberen Ecke. Es sah aus, als wäre das kugelförmige
Edelstahlgehäuse einfach zerquetscht worden wie
eine leere Limodose. Bei dem Anblick waren sie ein
wenig erleichtert, dass niemand in der Kabine war.
Überzeugt davon, dass der Aufzug ein Köder war,
machten sich die Wachen auf, die Treppen zu sichern.
Als die Tür des Treppenhauses ins Schloss gefallen
war, öffnete sich Aufzug eins. Die Gesuchte
trat hinaus und warf die zerdrückte Kamera hinter
sich.
Sie sah sich kurz um, ob auch wirklich alle weg
waren. Dann wandte sie sich der gläsernen Haupttür
zu, nahm Anlauf und sprang.
Die Scheibe explodierte zu einem Regen aus Scherben
und Splittern. Die Frau flog zehn Meter durch die
Luft, ehe sie sicher auf dem Bürgersteig vor dem Neo
Technology International Gebäude landete. Sie schüttelte
sich noch ein paar Splitter von der Schulter und
zupfte eine Scherbe aus den Haaren, ehe sie schnell
wie ein Geschoss in die nächtlichen Straßen Kölns
verschwand.

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